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Großübung in Schmidham


Am 17. Juni 2010 ging die Integrierte Leitstelle der Landkreise Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land in Betrieb. Die ILS Traunstein ist für die Alarmierung der Einsatzkräfte in einem Einzugsgebiet mit über 500.000 Einwohnern zuständig. In diesem Gebiet sind jährlich rund 80.000 Einsätze zu koordinieren.

Mit der Einführung der ILS traten auch neue Alarmpläne in Kraft, die sich stark an Vorgaben aus dem Bayerischen Innenministerium zu richten hatten. An manchen Orten wurden diese neuen Alarmpläne skeptisch gesehen. Kommandanten mancher Feuerwehren befürchteten, dass die im Alarmplan vorgesehenen Einsatzkräfte und technischen Geräte nicht ausreichen, um im Ernstfall schnell helfen zu können.

In den Augen unserer beiden Kommandanten Alfons Aicher und Erich Schwenk ist das landwirtschaftliche Anwesen der Familie Sax in Schmidham ein heikles Objekt. Um zu sehen, ob der Alarmplan funktioniert, veranstaltete die Weidenbacher Wehr eine Großübung. Gemäß Alarmplan nahmen an dieser Übung 13 Lösch- und Mehrzweckfahrzeuge der Wehren aus Ampfing, Heldenstein, Rattenkirchen, Waldkraiburg, Lauterbach und Weidenbach teil.

Um 19:30 Uhr wurden die Feuerwehren über den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Schmidham in Kenntnis gesetzt.  Angenommen wurde dabei ein ausgedehnter Dachstuhlbrand auf einem Dreiseithof. Das Löschwasser hierzu musste von einem 850 Meter entfernten Hydranten aus der Siedlung in Weidenbach gefördert werden. Mittels mehrerer C-Strahlrohre, sowie dem Wenderohr der Waldkraiburger Feuerwehr wurde das Feuer bekämpft.
Um die Zeit für den langen Leitungsaufbau zu überbrücken, sollte die Wasserversorgung für die erste Brandbekämpfung durch Tanklöschfahrzeuge sichergestellt werden. Bis die Wasserleitung aus Weidenbach stand mussten die Tanklöschfahrzeuge auch neu betankt werden.
Am Ende stellte sich deshalb heraus, dass mit den alarmierten Wehren für dieses Objekt kein optimales Ergebnis erreicht werden konnte.

Der gesamte Ablauf der Übung wurde anschließend im Gasthaus Hönninger besprochen. Unter den Aktiven waren auch Kreisbrandinspektor Harry Lechertshuber und der für Weidenbach zuständige Kreisbrandmeister Werner Müller.

Es müssen nun entsprechende Gespräche mit den zuständigen Behörden geführt werden, in dem diese über den Verlauf der Übung informiert und Lösungen gefunden werden, um im Ernstfall effektiver agieren zu können.

Wappen der Freiwilligen Feuerwehr Weidenbach

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