Bild Respekt ja bitte

Großübung in Aschau Werk


Um bei Hochwasser besser gerüstet zu sein hat der Landkreis Mühldorf a. Inn zwei Hochleistungspumpe der Fa. Netzsch vom Typ Tornado angeschafft. Bei voller Auslastung erreichen die Pumpen eine Förderleistung von 905m³/h oder umgerechnet ca. 15.000 l/min. Das Ganze drucklos im Lenzbetrieb. Die beiden Pumpen sind in Neumarkt und Heldenstein bei den jeweiligen Katastrophenschutzfahrzeugen stationiert. Bedient werden die Geräteschaften von den jeweiligen Ortsfeuerwehren der Stadt Neumarkt, sowie der Gemeinde Heldenstein (FF Heldenstein, FF Lauterbach und FF Weidenbach).

Um den Anwendungsbereich der Pumpen nicht nur auf den Hochwassereinsatz zu begrenzen, sondern auch in der Brandbekämpfung einzusetzen, organisierten Kreisbrandrat Harald Lechertshuber und Klaus Braun vom Fachbereich öffentliche Sicherheit und Ordnung, Brand- und Katastrohenschutz eine Großübung in Aschau Werk.

Ziel der Übung war es herauszufinden, ob die beiden Hochleistungspumpen in die Wasserversorgung bei der Brandbekämpfung integriert werden können. Geplant war mit der ersten Pumpe Wasser aus dem Inn bei Fraham zu entnehmen und in Richtung Aschau Werk zu pumpen. Auf halber Strecke sollte das Wasser in einem Container aufgefangen werden, von dem aus die zweite Pumpe das Wasser weiter Richtung Übungsobjekt weiterbefördern soll. An der Waldgrenze zum Industriegebiet Aschau Werk stand ein eigens von der Feuerwehr Erding konzipierter Container mit einem Fassungsvermögen von 35m³. Der Container war mit 4 Zugängen für F-Schläuche und mehreren Abgängen für A-Schläuche versehen. An den Abgängen sollten dann die Feuerwehren aus dem Kreisbrandmeistergebiet von Anton Bruckeder das Wasser mittels Tragkraftspritze in Richtung Angriffstrupps zur Brandbekämpfung pumpen.

Um diese Übung durchzuführen bekam der Landkreis Mühldorf tatkräftige Unterstützung von der Feuerwehr der Stadt Erding und dem Technischen Hilfswerk, sowie dem Bayerischen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst und der DLRG Seeon/Truchtlaching. Auch Mitarbeiter der Firma Netzsch aus Waldkraiburg, welche die Pumpe gebaut hat, waren vor Ort um den ersten Praxistest zu verfolgen.

Nach rund fünf Stunden war die Übung beendet und KBR Lechertshuber und Klaus Braun zeigten sich bei der Übungsbesprechung im Feuerwehrgerätehaus von Aschau a. Inn sichtlich erfreut über den Verlauf der Übung. Zwar lief nicht alles optimal, aber oberstes Ziel war ja zu erproben, ob die Wasserbeförderung mit den Pumpen auch über eine längere Strecke und einen größeren Höhenunterschied (bei dieser Übung rund 13-14 Meter) funktioniert und dies konnte man erfreulicher Weise feststellen. Man schaffte es sogar das Wasser mit nur einer Pumpe vom Inn bis zum Container am Ende der Schlauchstrecke (ca. 670 m) zu befördern. Auch der Werksleiter der Nitrochemie, Gerhard John, zeigte sich beeindruckt von der Technik und dem Einsatz der Ehrenamtlichen.

Hier ein paar Bilder von der Übung

 

Wasserentnahme aus dem Inn

Helfer der DLRG patroulierten auf dem Inn um schnell eingreifen zu können

Die erste Pumpe schickt das Wasser auf die Reise.

Kilometerlang verlegten die Kameraden der Feuerwehr Erding ihre F-Schläuche.

Die Einsatzzentrale - alles im Blick

Zwischenstation - das Wasser wird auf halber Strecke in einem Container des THW
aufgefangen.

Und es kam reichlich Wasser ...

... welches von ...

... der zweiten Pumpe gleich weiterbefördert wurde.

Ein Defekt an einem Saugschlauch erforderte schnelles Handeln, damit die Wasserversorgung
des vierten Schlauches nicht zulange ausfiel, was schädlich für die Pumpen wäre.

In prall gefüllten Schläuchen ging es weiter Richtung letzen Container.

35m³ fasste der Container der Feuerwehr Erding.

Dort schlossen die Ortsfeuerwehr an ...

... und entnahmen damit das Wasser ...

... für die angenommene Brandbekämpfung.

Wappen der Freiwilligen Feuerwehr Weidenbach

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